
Auf der Glasproduktion spielt die Wärme nicht nur eine Rolle als solche – sie ist vielmehr entscheidend für die Qualität des Glases. Sie bestimmt beispielsweise, ob ein Verglasungsmaterial Stoßen aushält oder unter thermischem Stress splittert. Sie beeinflusst außerdem die Produktionszeit und verhindert, dass der gesamte Produktionsablauf durcheinandergerät. Wir entwickeln unsere Heizsysteme entsprechend dieser Anforderungen – und nicht nur basierend auf ansprechenden Broschüren.
Was wirklich wichtig ist
Wir wählen den geeigneten Heizer je nach Anforderung aus. Kurzwelliger Quarz eignet sich, wenn eine schnelle, starke Wärmeeinwirkung erforderlich ist. Mittelwellenheizer sind besser geeignet, wenn eine ausgewogene Wärmeverteilung gewünscht wird. Kohlenstofffaser- oder NIR-Elemente werden verwendet, wenn eine schnelle, lokalisierte Wärmeeinwirkung mit geringer Trägheit notwendig ist. Die Leistsdichte wird entsprechend Dicke und Emissivität des Glases gewählt. Zudem wird das thermische Feld so gestaltet, dass es zu keinen Hotspots kommt, die zu optischen Verzerrungen führen könnten. Spannung, Anschlüsse sowie Befestigungsmöglichkeiten werden so gewählt, dass sie in Ihre vorhandenen Maschinen integriert werden können – damit keine sechswöchige Umgestaltung nötig ist.
Warum das in der Praxis funktioniert
Beim Tempern verringert eine gleichmäßige Beheizung das Risiko von Rissen an den Rändern und verbessert die optischen Eigenschaften des Glases. Dadurch steigt die Erfolgsrate bei der ersten Bearbeitungsschritt. Beim Biegen sorgen kontrollierte Temperatursteigerungen sowie wiederholbare Prozesse dafür, dass das Glas gleichmäßig gebogen wird – weniger Nacharbeiten, weniger Ausschuss. Bei der Laminierung und Trocknung von Beschichtungen wird die Wärme genau dort appliziert, wo sie benötigt wird – dadurch kann die Bearbeitungszeit verkürzt werden, ohne dass das Substrat beschädigt wird. Insgesamt führt das zu geringeren Energiekosten pro Teil, weniger Austausch der Heizgeräte sowie weniger unplanmäßigen Stillständen.
Die Details, die zum Erfolg beitragen
Eine maßgeschneiderte Integration ist nur dann sinnvoll, wenn sie zur jeweiligen Anwendung passt. Geben Sie uns Informationen über die Abmessungen der Maschine, das gewünschte thermische Profil sowie die Umgebungstemperatur, die Luftzufuhr und mögliche chemische Einflüsse. Der Heizer funktioniert am besten, wenn die Steuerungsstrategie mit der Reaktion des Elements übereinstimmt – also durch PID-Einstellungen, richtige Platzierung der Thermoelemente sowie Schutzmechanismen. Für maßgeschneiderte Lösungen mit speziellen Materialien dauert es zwar etwas länger, doch die Vorteile liegen in Einsparungen bei den Energiekosten, einer höheren Erfolgsrate sowie weniger Wartungsarbeiten.