
Warum wir unsere Badezimmerheizgeräte den „feuchten Temperaturen“ aussetzen
Wenn Sie schon einmal einen Heizer in einem feuchten Badezimmer oder auf der Terrasse einer Nachtbar verwendet haben, wissen Sie, womit man es zu tun hat. Man kämpft nicht nur gegen die Kälte – man muss auch ständig gegen Dampf, Kondenswasser sowie die feuchte Luft ankämpfen.
Viele Hersteller behaupten, ihre Geräte seien „wasserdicht“. Doch das ist ein vager Begriff – er sagt eigentlich nichts aus. Das eigentliche Problem ist: Eine Dichtung, die am Anfang noch perfekt funktioniert, kann bereits nach 90 Tagen beschädigt werden. Deshalb konzentrieren wir uns auf Tests unter feuchten Temperaturen.
Die Gefahren des Dampfs
Wasserdampf ist etwas anderes als flüssiges Wasser. Er ist kleiner und findet selbst die winzigsten Spalten in den Dichtungen – Spalten, die mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind. Wenn dieser Feuchtigkeit eindringt und die elektrischen Kontakte oder die Endkappen der Quarzröhre erreicht, wird alles chaotisch. Es beginnt eine Oxidation – bei Hochleistungs-Infrarotlampen führt das zu Widerständen. Und Widerstände erzeugen Wärme. Natürlich keine gute Art von Wärme für das Badezimmer – sondern eine Wärme, die an den Verbindungsstellen entsteht. Wenn die Dichtung versagt, hört die Lampe nicht nur auf zu funktionieren – sie kann sogar früher kaputtgehen oder den Schutzschalter auslösen.
Wie wir das wirklich testen
Wir sprühen die Geräte einfach nicht mit Wasser ab und sind dann fertig. Stattdessen setzen wir die Heizgeräte in eine Klimakammer. Wir erhöhen die Temperatur auf 40°C bis 85°C und halten die Luftfeuchtigkeit bei 95%. Das ist im Grunde wie eine Hölle. Dadurch müssen die Dichtungen und Klebstoffe viel schneller abbauen als in einer normalen Wohnsituation. Wir prüfen außerdem, ob es zu Leckagen kommt – also ob die Elektrizität einen Umweg über die Isolierung findet.
Das Gleichgewicht finden
Man könnte meinen: „Einfach die Dichtung fester verschließen!“ Doch das ist eine Falle. Wenn wir die Dichtung zu stark verschließen, um den Dampf fernzuhalten, bleibt die Wärme im Inneren des Geräts. Dadurch können die internen Bauteile beschädigt werden. Es handelt sich dabei um ein Balanceakt: Wir müssen einen geeigneten IP-Schutzgrad finden, damit die Elektronik nicht überhitzt, während der Dampf draußen bleibt. Niemand möchte ein Heizgerät, das nach einem Monat intensiven Gebrauchs nicht mehr funktioniert. Deshalb kümmern wir uns so genau um die Dichtungen und führen diese Alterungstests durch, bevor die Geräte unser Werk verlassen.